
Schiffsuhren
- eine Zeitreise


ERhaltung historischer Schiffsuhren und ihrer Geschichte
Mechanische Schiffsuhren zur Anzeige der Zeit in Maschinenräumen, Messen, Kombüsen, Funkräumen und auf Brücken von Schiffen fanden ab Ende des 19.Jahrhundert weite Verbreitung. Uhren die nach Anforderung der Marine gefertigt wurden, bezeichnete man auch als Marineuhren. Nicht zu verwechseln sind diese Gebrauchsgegenstände mit den hochgenauen Schiffschronometern, welche für die Navigation vor der Einführung von Funk- und Satellitennavigation unerlässlich waren. Diese Chronometer wurden jahrhundertelang in Manufakturarbeit hergestellt und werden hier nicht betrachtet.
geschichtliche
Entwicklung
Mit zunehmender Industrialisierung im 19.Jahrhundert war es möglich, kostengünstige seetaugliche Gebrauchsuhren zu produzieren. Wodurch unterscheidet sich aber eine seetaugliche Uhr von einer Uhr für das heimische Wohnzimmer. Zum einen sind seetauglichen Uhren je nach Einsatzort wasserdicht oder zumindest wassergeschützt, zum anderen darf die Ganggenauigkeit durch den Seegang nicht beeinträchtigt werden. Genaue Uhren im 19.Jahrhundert waren Uhren mit einem möglichst langen Pendel. Diese Pendelschwinger waren für den Einsatz auf See gänzlich ungeeignet. Hier waren nur federbelastete Schwingsystem (Unruh) einsetzbar. Beginnend im 19.Jahrhundet mit der Spitzzahnhemmung und besonders um 1900 mit Einführung der Schweizer Ankerhemmung waren diese Uhren dann auch ausreichend genau.
Mit Einführung der genaueren Quarzuhren in den 1970er Jahren, fand die Ära der mechanischen Schiffsuhren ein Ende. Heute sind es Zeitzeugen, welche den technischen Stand ihrer Zeit dokumentieren und oft bis heute, bei entsprechender Wartung, zuverlässig funktionieren. Heute noch werden mechanische Schiffsuhren, oft mit Glasenschlagwerk, als maritime Dekoration produziert. Diese Uhren werden hier nicht betrachtet.
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